Energiesparende Durchlauferhitzer © CLAGE

Berliner Prestigeobjekt mit neuem Energiekonzept zur Warmwasserversorgung

Das Sony Center am Potsdamer Platz ist eines der international bekannten Architekturobjekte Berlins und vereint beispielhaft für urbanes Leben das Arbeiten, Wohnen und Entertainment. Mit Blick auf die Verantwortung für die Umwelt und Schonung von Ressourcen wurde nun in dem Wohngebäude „Esplanade Residence“ die bisherige zentrale Warmwasserversorgung durch ein neues, dezentrales Konzept ersetzt. Die Installation von energiesparenden, elektronischen Durchlauferhitzern sorgt seitdem für mehr Energieeffizienz.

Das vom Chicagoer Architekturbüro Murphy-Jahn geplante Gebäudeensemble am Potsdamer Platz besteht aus sieben Gebäudeeinheiten unterschiedlichster Nutzung. Auf einer Brutto-Geschossfläche von ca. 132.500 m2 werden den Nutzern und den Bewohnern der mehr als 134 Wohneinheiten in der „Esplanade Residence“ gehobene Arbeits- und Lebensbedingungen sowie vielfältige Freizeitangebote in außergewöhnlichem Ambiente geboten.

Im Zentrum der Gesamtbebauung fügt das spektakuläre, aufgefächerte Zeltdach die im Dreieck angeordneten Architektur-Unikate aneinander. Der Legende nach symbolisiert es eines der Wahrzeichen Japans, den heiligen Berg Fujisan und trägt ein Stück Heimat des Bauherren in sich. Die Modernität und der hohe Anspruch der Gebäudearchitektur spiegeln sich auch in der Innenausstattung und der Haustechnik wider. 

Das Problem

Die Warmwasserversorgung erfolgte in der „Esplande Residence“ bisher über die Ankopplung an das Heizsystem. Hierbei wurde das Wasser in zentralen Speichern auf mindestens 60°C erwärmt und dann durch zusätzliche Warmwasser-Leitungssysteme mit einer Begleitheizung zu den jeweiligen Entnahmestellen geleitet. Durch Zumischen von kaltem Wasser wurde die Temperatur an der Zapfstelle dann auf die gewünschte Temperatur reduziert. Allein die Speicherung und die Weiterleitung über zum Teil komplexe Leitungssysteme führten bei der zentralen Warmwasserversorgung zu erheblichen Energie- und Wärmeverlusten.

Die Lösung

Durch die Installation des neuen dezentralen Systems lassen sich diese Energieverluste vermeiden. Die Warmwasserversorgung wurde im Wohnteil vollständig von der Heizungsanlage getrennt. Einzelne elektronische Durchlauferhitzer wurden direkt an den jeweiligen Entnahmestellen (z.B. an der Küchenspüle oder im Bad bzw. in angrenzenden Räumen) installiert. Sie erwärmen das kalte Wasser auf die vorgewählte Temperatur während es durch das Gerät strömt. Mit dem Schließen der Armatur schaltet sich das  jeweilige Gerät automatisch wieder aus. Da das erwärmte Wasser nicht gespeichert wird, können sich auch keine Legionellen vermehren. Das ist nicht nur hygienisch sondern das spart Energie. Dabei kann der Nutzer seine individuelle Wunschtemperatur direkt am Gerät oder per Funkfernbedienung eingeben. Darüber hinaus werden Wärmeverluste durch lange Leitungswege komplett vermieden. Vor allem in Fällen, in denen das Warmwasser nur selten benötigt wird, wie z.B. bei Zweitwohnungen, bietet eine dezentrale Warmwasserversorgung erhebliche Kostenvorteile. So war der Hauptgrund für die Umstellung auch die erwartete Einsparung von Kosten für Umlaufbetrieb und Begleitheizung in Höhe von ca. 60.000 – 80.000 Euro pro Jahr.

CLAGE-Objektberater helfen bei der Planung

Das Lüneburger Unternehmen CLAGE GmbH bietet Architekten und Planern die Unterstützung von Objektberatern an. Sie entwickeln Konzepte für eine energieeffiziente Warmwasserversorgung, die auf die individuellen Gegebenheiten vor Ort angepasst ist. Mit der langjährigen Erfahrung in der Gebäudetechnik ist es den CLAGE-Objektberatern immer wieder möglich, auch spezielle und ganz individuelle Wünsche der Eigentümer von Wohn- und Bürogebäuden, Krankenhäusern, Produktionsanlagen, Gewerbe- und Freizeitkomplexen bei Neubau oder im Renovierungsfall zu berücksichtigen.

Im Fall der „Esplanade Residence“  im Sony Center am Potsdamer Platz betreute CLAGE-Vertriebsleiter Jürgen Unseld den Wechsel von der bestehenden zentralen zu einer dezentralen Warmwasserversorgung. Bei der Planung wurde die Energieeinsparverordnung (EnEV) ebenso berücksichtigt, wie die jüngsten Gesetzesänderungen der Trinkwasserverordnung (TrinkwV).

In der „Esplande Residence“ eingebaute Geräte

Insgesamt wurden 192 vollelektronische Durchlauferhitzer des Typs DSX SERVOTRONIC MPS® und 70 elektronische Durchlauferhitzer des Typs CFX-U FUNKTRONIC MPS® in den Wohnungen installiert. Die Geräte, deren kompakte Bauweise den platzsparenden Einbau begünstigt, fügen sich mit ihrer flachen Bauweise und dem attraktiven Design in jede Bad- und Küchenumgebung ein. Das Multifunktionsdisplay sorgt für perfekten Bedienkomfort,  modernste Regelungs- und Sicherheitselektronik sowie qualitativ hochwertige Komponenten gewährleisten einen zuverlässigen und energieeffizienten Betrieb. 

Fazit

Der Wechsel von der alten zentralen zu einer neuen dezentralen Warmwasserversorgung in den Eigentumswohnungen des Sony Centers am Potsdamer Platz ermöglichte es, alle relevanten Faktoren wie Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit, Hygiene und Komfort maßgeblich zu verbessern. Zugleich wurde durch den Einbau der dezentralen Durchlauferhitzer die Betriebskostenabrechnung deutlich vereinfacht. 

Autor: Dipl.-Ing. Olaf Wiechers (Architekt)